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Auftakttraining im neuen Durchgang: Wie werde ich zum Zukunftscoach?

Rund 30 Auszubildende und Studierende haben sich beim Auftakttraining im Programm ZukunftsBande auf ihre Rolle vorbereitet...

Aufgeregtes Gemurmel und eine erwartungsfrohe Atmosphäre an diesem sonnigen Tag im WerkRaum der GLS Bank in Bochum: Knapp 30 Auszubildende und Studierende aus dem Raum Emscher-Lippe sind heute hier, um sich in einem Auftakttraining auf ihre Rolle als Coachs vorzubereiten. Sie nehmen am Programm ZukunftsBande teil, werden in den kommenden Monaten Schüler*innen an weiterführenden Schulen unterstützen und ihnen als Zukunftscoachs hinsichtlich ihres weiteren Bildungsweges und ihrer beruflichen Pläne zur Seite stehen.

Nachdem Florian Szigat von der WiN Emscher-Lippe als Projektträger der ZukunftsBande die Teilnehmenden begrüßt und den jungen Erwachsenen seine Begeisterung für ihr Engagement in diesem Ehrenamt ausdrückt, geht es für die Zukunftscoachs auch schon richtig los. Lena Korte-Riepe, Programmleitung der ZukunftsBande, und Sophie Löhlein, Leitung der Zukunftsstiftung Bildung, haben heute einiges mit ihnen vor: Es geht um die eigenen Vorbilder im Leben, um Selbst- und Fremdwahrnehmung, um Kommunikationsregeln und darum, wie man eigentlich eine Gruppe anleitet. In verschiedenen Übungen nähern sich die Azubis und Studierenden ihrer Aufgabe, die sie innerhalb des Programms nun übernehmen.

Die Aufregung weicht Konzentration und die jungen Leute verteilen sich im WerkRaum und auf der Terrasse, arbeiten in kleinen Gruppen und merken vor allem schnell – ich bin nicht allein. "Der Austausch und der Kontakt untereinander ist für die Zukunftscoachs immer sehr hilfreich. Schließlich haben alle ähnliche Fragestellungen und Unsicherheiten, wenn sie demnächst jeweils mit zwei Schüler*innen eine ZukunftsBande bilden", erklärt Lena Korte-Riepe. Genau das ist nach dem Auftakttraining der nächste Schritt im Programmablauf: Sie werden mit weiterführenden Schulen gematched und starten dann mit regelmäßigen Treffen in ihren jeweiligen ZukunftsBanden. Bei den Treffen arbeiten sie mit den Schüler*innen an persönlichen Zielen und Zukunftsperspektiven. Sie selbst haben den Sprung in die Ausbildung, ins Studium oder in die Berufswelt schon gemeistert – nun unterstützen sie als Coachs andere bei den Themen Eigenmotivation, persönlicher Bildungsweg und Abschluss, Selbst- und Sozialkompetenz. Kurz: Was will ich und wie kann ich das erreichen? 

Um diese Treffen gut zu gestalten, können die Zukunftscoachs heute üben. In Kleingruppen simulieren sie Sitzungen, verteilen Aufgaben innerhalb einer Gruppe und bekommen gute Tipps, wie sie empathisch und motivierend mit den Schüler*innen arbeiten können. Auch wichtiges Handwerkszeug bekommen sie heute von der Zukunftsstiftung Bildung an die Hand: Zum Beispiel eine Mappe mit Methoden und Modellen für eine gelingende Peer-Coach-Arbeit – zum Nachschlagen und Vorbereiten der Treffen. Im abschließenden Feedback wird deutlich, dass vor allem die Gruppen-Simulationen den Teilnehmenden viel gebracht haben. Jetzt können sie ihre Rolle als Zukunftscoachs besser greifen und haben eine gute Vorstellung von dem, was auf sie zukommt.

"Ich hatte den Eindruck, dass sich heute alle Teilnehmenden beim Training wohlgefühlt haben. Das ist eine wichtige Erkenntnis für die Zukunftscoachs selbst, denn auch für ihre Treffen mit den Schüler*innen ist ein Wohlfühlort wichtig. Und wenn dieser nicht in den Räumlichkeiten der Schulen zu finden ist, können sie eigenverantwortlich mit ihren ZukunftsBanden einen anderen Treffpunkt wählen", sagt Lena Korte-Riepe schon mit Blick auf die nächste Phase im Programm.
Dann kann’s ja nun losgehen mit den ZukunftsBanden…